{"id":20875,"date":"2015-03-11T18:06:31","date_gmt":"2015-03-11T17:06:31","guid":{"rendered":"https:\/\/cbrava.com\/?page_id=20875"},"modified":"2015-03-12T08:43:02","modified_gmt":"2015-03-12T07:43:02","slug":"das-tal-der-muga-fluss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cbrava.com\/de\/magazine\/das-tal-der-muga-fluss\/","title":{"rendered":"Das Tal der Muga Fluss"},"content":{"rendered":"<p><!--:es--><\/p>\n<p>Nicht nur unsere K\u00fcste, die Costa Brava, lohnt einen Besuch. Auch die Pyren\u00e4en oder andere landschaftlich reizvolle Gegenden sind zu Recht beliebte Ausflugsziele. Und so wollen wir unsere Leser mit einem Geheimtipp vertraut machen: Das Tal des Flusses La Muga mit dem Darnius-Boadella &#8211; Stausee.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-20846 size-full\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga1.jpg\" alt=\"muga1\" width=\"302\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga1.jpg 302w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga1-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><\/p>\n<p>Das Tal ist knapp eine halbe Stunde von der K\u00fcste entfernt. Eilige nehmen die Schnellstra\u00dfe von Figueres in Richtung La Jonquera. Nach einigen Kilometern befindet sich linker Hand der Ort Pont de Molins<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-20851 size-full\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga2.jpg\" alt=\"muga2\" width=\"228\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga2.jpg 228w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga2-185x215.jpg 185w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/> und dort beginnt das Muga-Tal. Weniger Eilige benutzen die alte Stra\u00dfe \u00fcber Garriguella und freuen sich w\u00e4hrend der kurvigen Strecke \u00fcber eine der Toskana \u00e4hnelnde Landschaft. Auf diese Art ebenfalls auf der Schnellstra\u00dfe Figueres &#8211; La Jonquera angekommen, biegt man nach links ab und erreicht bald (rechter Hand) Pont de Molins . Gleich nach dem Ort empf\u00e4ngt uns das Gr\u00fcn: die Muga und der Wald lassen uns schnell die Sommerhitze vergessen. Kleine Orte wie Biure,<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-20856 size-full\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga3.jpg\" alt=\"muga3\" width=\"323\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga3.jpg 323w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga3-300x156.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/>Les Escaules und Boadella s\u00e4umen den Weg. Alle sind einen Besuch wert. Die Muga l\u00e4dt zum Baden ein und der Wald zum Spazieren gehen. Wir empfehlen aber unseren Lesern, sich eine Stra\u00dfenkarte zu besorgen und selbst auf Entdeckungsfahrt zu gehen. Es lohnt sich.<\/p>\n<p>Klima, Vegetation und Tierwelt des Muga-Tals<\/p>\n<p>Das Klima des Tals entspricht dem typischen Mittelmeerklima, hei\u00df und \/ oder feucht (Trockenheit im Sommer und milde Winter, mit Regen im Herbst und Fr\u00fchjahr). Die Temperaturen sind eher gem\u00e4\u00dfigt. Das Jahresmittel liegt bei 17\u00b0C. Das Mittel im Januar liegt bei 13\u00b0C, und im hei\u00dfesten Monat, dem August, betr\u00e4gt es 30,3\u00b0C. Die Niederschl\u00e4ge belaufen sich auf 680 min pro Jahr. Der Wind Tramuntana bl\u00e4st vornehmlich im Winter, sechzig bis siebzig Tage pro Jahr.<\/p>\n<p>\u00dcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume (Jahre)\u00a0 schneit es \u00fcberhaupt nicht, und wenn, dann bleibt der Schnee nicht liegen. Der von den Bauern wegen Erntesch\u00e4den so gef\u00fcrchtete Hagel bleibt meist ebenfalls aus.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Herbstes lassen Regenf\u00e4lle die Muga zwar stark anschwellen, dies ist aber seit der Begradigung anl\u00e4sslich des Baus des Stausees von Darnius im Jahr 1969 nicht mehr so gef\u00e4hrlich wie fr\u00fcher.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-20861 size-full\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/muga4.jpg\" alt=\"muga4\" width=\"290\" height=\"133\" \/><\/p>\n<p>Auch die Vegetation entspricht der des Mittelmeers. Die Berge sind mit ganzj\u00e4hrig gr\u00fcnen Pinien bedeckt, aber auch mit Steineichen und Unterwald (Wacholder, Efeu, Korkeichen, Heide\u00adkraut, Ginster, Buschwerk, Rosmarin). Entlang der Muga formen viele B\u00e4ume mit reichem Blattwerk kleine W\u00e4lder: Schwarzpappeln, Birken, Platanen, Eschen&#8230;, die den Besucher in ihrem Schatten zum Ausruhen und Entspannen verf\u00fchren.<\/p>\n<p>Zwischen den Feldern und Kleing\u00e4rten stehen Eichen und viele verschiedene Heilpflanzen. Wir k\u00f6nnen majest\u00e4tisch hohe Olivenb\u00e4ume bestaunen, wah\u00adre Wunderwerke de Natur; die Olivenb\u00e4ume der &#8220;Carrer Sec&#8221; in Boadella sind die \u00e4ltesten und gr\u00f6\u00dften des Alt Empord\u00e0.<\/p>\n<p>lm Gebiet um Boadella hat der Einfluss der dort lebenden Menschen die Fauna im Laufe der Zeit ver\u00e4ndert. Alte Bauernh\u00e4user tragen noch die Namen von Tieren, die es dort nicht mehr gibt: &#8220;Cau de Llop&#8221;, das Wolfsloch zum Beispiel oder &#8220;El Corb&#8221;, der Rabe. In den Bergen ist aber das Wildschwein immer noch stark vertreten. Und wir treffen Wildh\u00fchner, Eich\u00adh\u00f6rnchen, Igel, Kaninchen, Hasen oder Dachse an&#8230; Zahlreiche Vogelarten bev\u00f6lkern das Gebiet: der Eisvogel, Spechte, Wasseramseln und viele, viele Wildenten am\u00fcsieren sich am Ufer oder im Wasser der Muga.<\/p>\n<p>In den G\u00e4rten nisten und singen (je nach Art) Schleiereulen, K\u00e4uze, Rebh\u00fchner, Turteltaubeten, der Kuckuck, Nachtigallen, Elstern, Rauchschwalben, Sperlinge, Spatzen oder das immer gut gelaunte Rotkehlchen.<\/p>\n<p>Die Vielfalt der Fische in der Muga entspricht der eines sauberen S\u00fc\u00dfwasserlaufs. Karpfen gibt es im \u00dcberfluss, Flussaale und Barben tummeln sich zwischen den Steinen, und selbst die Anzahl der Forellen (die hier sehr gern verspeist werden) regeneriert sich jedes Jahr wieder. Das Fischen ist in gro\u00dfen Teilen des Tals erlaubt; es gen\u00fcgt, eine einfache Erlaubnis einzuholen (Information im Restaurant in Boadella).<\/p>\n<p>Und im Herbst finden wir zwischen dem Moos in den angrenzenden Bergen eine gro\u00dfe Artenvielfalt an Pilzen.<\/p>\n<p>Das Muga &#8211; Tal und seine Geschichte<\/p>\n<p>Im Jahr 844 geh\u00f6rte Boadella (damals &#8220;Buchatella&#8221;) zur Grafschaft Besalu und war Eigentum des Klosters Sant Marti de les Escaules; dies besagt eine Urkunde, die Karl der Kahle Adulf, dem ersten namentlich bekannten Abt des Klosters, ausstellte. Im Jahre 977 nannte sich der Ort noch Bozelego, sp\u00e4ter Bodelego und ab dem Jahr 1115 geh\u00f6rten die Gemeinden des Muga- Tals zur Pfarrkirche Santa Cecilia de Terrades.<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter, 1123, vertraute Ramon Berenguer III die Gegend den Grafen von Empuries an. Die Familie Vilamari wird in den Adelsstand erhoben, und ein Zweig dieser Familie, jetzt Barone von Boadella, baut ein zum erstenmal 1321 erw\u00e4hntes Schloss (Burg) und gestaltet es 1158 in einen gotischen Palast um.<\/p>\n<p>Bis in das beginnende sechzehnte Jahrhundert leitete die Familie Vilamari die Geschicke des Tals und seiner Einwohner. Danach gestaltete sich der Besitzwechsel etwas rascher: Die neuen Herren hei\u00dfen Antic d&#8217;Almogaver, Albanell etc..<\/p>\n<p>Im 17. Jahrhundert musste die Bev\u00f6lkerung nicht nur dem Schlossherren von N\u00f6ell, sondern auch an das Kloster Sant Pere de Rodes Abgaben entrichten. Las Escaules wurde 1691 Boadella eingemeindet, und das Tal erlebte im 18. Jhdt. eine wirtschaftliche Bl\u00fcte. Vorn Druck der mittelalterlichen Feudalherrschaft befreit, bauten die Einwohner zahlreiche neue H\u00e4user, die immer an den Erstgeborenen weitergegeben wurden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dem gro\u00dfen Krieg (Guerra Gran) besetzten Franzosen das Tal und die Bev\u00f6lkerung fl\u00fcchtete in die Berge, um die eigene Haut zu retten. Den Karolingerkrieg \u00fcberstand das Tal auf Seite Isabels II. und der Liberalen. Bitter war f\u00fcr das Tal dann der B\u00fcrgerkrieg (1936\u20111939). Die Repression setzte den B\u00fcrgern der kleinen Orte gewaltig zu; es wurden 9 Personen, allesamt Republikaner, \u00f6ffentlich exekutiert.<\/p>\n<p>Nach dem B\u00fcrgerkrieg, kehrte wieder Ruhe ein. Die Bewohner besannen sich auf ihre b\u00e4uerlichen Traditionen, die trotz Tourismus auch heute noch existieren.<\/p>\n[cetsEmbedGmap src=https:\/\/maps.google.es\/maps?q=panta+darnius-boadella&amp;hl=es&amp;ll=42.353724,2.854042&amp;spn=0.234433,0.528374&amp;sll=42.272456,3.210248&amp;sspn=0.469473,1.056747&amp;t=h&amp;hnear=Panta+de+Darnius&amp;z=12 width=350 height=425 marginwidth=0 marginheight=0 frameborder=0 scrolling=no]\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur unsere K\u00fcste, die Costa Brava, lohnt einen Besuch. Auch die Pyren\u00e4en oder andere landschaftlich reizvolle Gegenden sind zu Recht beliebte Ausflugsziele. Und so wollen wir unsere Leser mit einem Geheimtipp vertraut machen: Das Tal des Flusses La Muga mit dem Darnius-Boadella &#8211; Stausee. 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