{"id":20666,"date":"2015-03-10T13:38:32","date_gmt":"2015-03-10T12:38:32","guid":{"rendered":"https:\/\/cbrava.com\/?page_id=20666"},"modified":"2015-03-10T14:07:33","modified_gmt":"2015-03-10T13:07:33","slug":"ein-botanischer-spaziergang-durch-macchie-und-garigue","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cbrava.com\/de\/magazine\/ein-botanischer-spaziergang-durch-macchie-und-garigue\/","title":{"rendered":"Ein botanischer Spaziergang durch Macchie und Garigue"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20489 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic1.jpg\" alt=\"botanic1\" width=\"298\" height=\"217\" \/><\/p>\n<p>Im Fr\u00fchling verwandelt sich die karge, scheinbar unfruchtbare Landschaft des Empord\u00e0 f\u00fcr kurze Zeit in ein Meer von Bl\u00fcten und D\u00fcften. Auf dem d\u00fcnnen n\u00e4hrstoffarmen Kalkfelsboden gedeiht eine Vielfalt unverw\u00fcstlicher Pflanzen, die wahre \u00dcberlebensk\u00fcnste entwickelt haben, um sich der D\u00fcrre des Sommers, dem oft extremen Wind und dem steinigen Boden anzupassen. Das Grau und Braun der Landschaft verwandeln sich in saftiges Gr\u00fcn und das Gelb der \u00fcppigen Ginster kontrastiert zu den rosa und violetten Bl\u00fcten von Zistrosen und Schopflavendel.<\/p>\n<p>Um der Verdunstung entgegenzuwirken, haben sie z. B. die Blattoberfl\u00e4che verkleinert oder reflektieren das Sonnenlicht mit ihren silbrigen Bl\u00e4ttern. <span lang=\"EN-US\">Die Sukkulenten speichern das Wasser in ihren dicken fleischigen Bl\u00e4ttern. Andere Pflanzen haben wollige Bl\u00e4tter oder eine Wachsschicht, um die Luftfeuchtigkeit einzufangen oder den Wasserverlust aufzuhalten. Es gibt auch Pflanzen, die starke Aromastoffe entwickelt haben, deren Duft\u00f6le eine sch\u00fctzende Wolke um sie herum bildet.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20494 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic2.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"298\" height=\"217\" \/><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Bis an die K\u00fcste reicht dieser Teppich farbiger Bl\u00fcten. Der Duft \u00e4therischer \u00d6le wilder Kr\u00e4uter wie Rosmarin und Thymian, Salbei und Fenchel vermischt sich mit dem Duft der Bl\u00fcten und ein Spaziergang durch diese Landschaft wird zum Sinneserlebnis. Diese \u00fcppige Pracht erlebt noch einmal im Herbst f\u00fcr kurze Zeit eine Renaissance.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Im Sommer halten die Pflanzen eine Art \u201eSommerschlaf\u201c, sie ziehen sich zur\u00fcck in ihre Wurzeln oder Zwiebeln und werfen Bl\u00e4tter und St\u00e4ngel ab. Auf Grund ihrer Reserven sind sie die ersten, die im Fr\u00fchjahr wieder bl\u00fchen.<\/span><\/p>\n<h3><span lang=\"FR\">Die Macchie und die Garigue<\/span><\/h3>\n<p><span lang=\"FR\">Macchie (ital. <\/span><span lang=\"EN-US\">Macchia) und Garigue sind Landschaftsformen, die aus der fortschreitenden Vernichtung der einstigen Laub- und Nadelw\u00e4lder entstanden sind. Zu Zeiten der R\u00f6mer und Griechen wurde kr\u00e4ftig Raubbau betrieben. Holz wurde f\u00fcr Bau und Schiffsbau verwendet, man brauchte es auch f\u00fcr \u00d6fen, um Metall zu gewinnen, Tonwaren zu brennen oder Glas zu schmelzen. Die Borke der B\u00e4ume wurde zum Gerben von Leder verwendet, welches bei den R\u00f6mern \u00e4u\u00dferst beliebt war. Schafe und Ziegen weideten kr\u00e4ftig ab und auch Waldbr\u00e4nde trugen zur Reduzierung der Waldbest\u00e4nde bei. Die Macchie war die erste Stufe der Reduktion der einst \u00fcppigen W\u00e4lder. Durch zunehmende Durchlichtung des Unterholzes entwickelte sich ein Buschwald von ca. 2-4m H\u00f6he mit langsam wachsenden kleinw\u00fcchsigen B\u00e4umen und Str\u00e4uchern.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Wo die Macchie weiter zerst\u00f6rt wurde, entstand die Garigue mit niedrigeren meist immergr\u00fcnen Str\u00e4uchern und B\u00fcschen, die oft nur noch vereinzelt stehen und den kargen felsigen Boden sichtbar werden lassen, auf dem sich Zistrosen, Ginster, Schopflavendel, Rosmarin, Thymian u.a. als niedrige Polster gebildet haben. Als zusammenfassende Unterscheidung k\u00f6nnte man sagen, dass die Garigue einem die F\u00fc\u00dfe zerkratzt, w\u00e4hrend die Macchie ins Auge sticht.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Unter den B\u00e4umen der Macchie sei die immergr\u00fcne Steineiche (Quercus ilex) erw\u00e4hnt, die ohne die Wald- und Bodenzerst\u00f6rung der wichtigste fl\u00e4chendeckende Baum des Mittelmeergebietes w\u00e4re. Dann die Aleppo-Kiefer (Pinus pinea) die leicht erkennbar ist wegen ihrer schirmf\u00f6rmig nach oben sich \u00f6ffnenden Krone. Ebenso die Korkeiche (Quercus suber), deren dicke korkige Borke vielf\u00e4ltig genutzt wird. Die erste Korkernte ist erst nach 20-25 Jahren m\u00f6glich, danach kann ein Baum alle 10 -12 Jahre bis zu einem Alter von bis zu 150 Jahren gesch\u00e4lt werden.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-20509\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic5-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic5-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic5-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nQuercus suber<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-20514\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic6-150x150.jpg\" alt=\"botanic6\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic6-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic6-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nQuercus suber<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">Ein typischer Baum der Macchie ist der Erdbeerbaum (Arbutus unedo), der jedoch h\u00e4ufiger in Korsika und Italien zu finden ist. Die Fotos stammen aus der Gegend von Darnius. Es handelt sich um einen immergr\u00fcnen Strauch oder Baum mit r\u00f6tlichem Holz. Er ist wundersch\u00f6n, wenn im Herbst die h\u00e4ngenden wei\u00dfen Bl\u00fcten gleichzeitig mit den erdbeer\u00e4hnlichen Fr\u00fcchten bl\u00fchen. Die kugeligen Fr\u00fcchte verwandeln sich von gr\u00fcn \u00fcber gelb nach rot. \u201eUnedo\u201c hei\u00dft soviel wie ich esse eine, einmal und nie wieder, denn sie schmecken sehr fad.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-20519\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic7-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic7-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic7-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nArbutus unedo<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-20524\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic8-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic8-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic8-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nArbutus unedo<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">Im Unterholz sowohl der Macchie als auch der Garigue wuchert die Baum- oder Strauchheide (Erica arborea), ein Heidekrautgew\u00e4chs (Ericaceae), das sehr hoch werden kann und sich mit n\u00e4hrstoffarmen sauren B\u00f6den begn\u00fcgt. Diese immergr\u00fcne Staude bl\u00fcht von Mai bis Juli mit wei\u00dfen winzigen Bl\u00fcten. Die kleinen nadelartigen Bl\u00e4tter sind so angeordnet, dass sie sich gegenseitig Schatten spenden. Die Zweige der Heide l\u00e4sst sich zu Besen verarbeiten, das Wurzelholz zu Pfeifenk\u00f6pfen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Der immergr\u00fcne Mastixstrauch (Pistacia lentiscus) hat unauff\u00e4llige Fr\u00fcchte, die erst rot und dann schwarz sind. Mastix ist ein festes k\u00f6rniges Harz, das z.B. in der Medizin verwendet wird, und seit den Zeiten der R\u00f6mer als Kaugummi.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20529 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic9-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic9-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic9-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nErica arborea<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20534 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic010-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic010-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic010-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nPistacia lentiscus<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">Auffallend ist im Fr\u00fchling die gelbe Pracht der Ginster, die die Berge einzuf\u00e4rben scheinen. Es gibt viele Ginsterarten (Genista), die zur Familie der Schmetterlingsbl\u00fctler (Fabaceae) geh\u00f6ren. Der Behaarte Dornginster (Calicotome villosa) ist ein niedriger Busch mit dichten Bl\u00fcten und stechenden Dornen. Der Pfriemenginster oder Spanische Ginster (Spartium junceum L.) ist ein hoher fast kahler Rutenstrauch, dessen gr\u00fcne St\u00e4ngel die Assimilation \u00fcbernommen haben und dessen Bl\u00fcten am Ende traubenf\u00f6rmig ansetzen. Ginster enthalten giftige Alkaloide, die pharmazeutisch verwendet werden.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20539 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic011-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic011-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic011-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nCalicotome villosa<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20544 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic012-150x150.jpg\" alt=\"botanic012\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic012-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic012-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nSpartium junceum<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">Eine typische Pflanze der Garigue, die bis an die K\u00fcste reicht, ist die Zistrose (Cistus Cretius). Die Familie der Cistaceae z\u00e4hlt allein 17 Gattungen und ist ein bisschen den Wildrosen \u00e4hnlich. Zistrosen \u00f6ffnen ihre zarten zerknitterten Bl\u00fcten in der Sonne und fallen abends als Bl\u00fctenteppich ab. Die kleinen Bl\u00e4tter bestehen aus einer Schicht feiner verfilzter Haare, um die aromatischen D\u00fcfte zur\u00fcckzuhalten und die Verdunstung zu mindern.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Das von den Dr\u00fcsenhaaren der St\u00e4ngel und Bl\u00e4tter ausgeschiedene Labdanum Harz wird f\u00fcr die Herstellung von Parf\u00fcm verwendet und ist seit langer Zeit auch als Heilpflanze bekannt. Sie st\u00e4rkt das Immunsystem, wirkt gegen Bakterien, Viren oder Pilze und gilt als Radikalenf\u00e4nger. Eine Verwandte dieser Zistrose ist bei den Bachbl\u00fcten bekannt unter dem Namen \u201eRock Rose\u201c zur Bew\u00e4ltigung von Panik. Unter den wei\u00df bl\u00fchenden Zistrosenarten unterscheidet man die Montpellier Zistrose (cistus monspeliensis ) mit klebrigen und stark riechenden \u00e4therischen \u00d6len in den Bl\u00e4ttern und die Salbeibl\u00e4ttrige Zistrose (cistus salvifolius), die verzweigter ist und deren Bl\u00e4tter nicht kleben.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20499 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic3-150x150.jpg\" alt=\"botanic3\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic3-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic3-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nCistus creticus<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20549 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic013-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic013-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic013-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nCistus creticus<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20554 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic014-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic014-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic014-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nCistus monspeliensis<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">Der Schopflavendel (Lavendula stoechas) ist ein mehrj\u00e4hriger Halbstrauch der Familie der Lippenbl\u00fctler (Lamiaceae) der \u00fcppig w\u00e4chst und \u00e4therische \u00d6le und den Gerbstoff Saponin enth\u00e4lt. Er verbreitet einen wunderbaren beruhigenden Duft. Die Bl\u00fcten tragen hellere Hochbl\u00e4tter, die dem Anlocken von Insekten dienen. Die Bl\u00fcten werden zum Trocknen aufgeh\u00e4ngt. Beliebt sind kleinen Lavendelkissen f\u00fcr den Kleiderschrank oder ein entspannendes Bad mit Lavendel\u00f6l.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20504 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic4-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic4-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic4-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nLavendula stoechas<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20559 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic015-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic015-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic015-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nLavendula stoechas<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"FR\">Die Baumf\u00f6rmige Strauchpappel (Lavatera arborea) geh\u00f6rt zur Familie der Malvengew\u00e4chse ( Malvaceae). Sie ist oft in felsigen K\u00fcstenregionen zu finden und w\u00e4chst sehr hoch.Weiter hinunter zur K\u00fcstenzone sind viele Wildblumen zu entdecken, so der Wegerichbl\u00e4ttrige Natternkopf (Echium Plantagineum) mit seinen borstig behaarten Bl\u00e4ttern und blauvioletten Lippenbl\u00fcten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"FR\">Die verzweigte Kronen-Wucherblume (Chrysanthemum coronarium) erfreut mit ihrem leuchtenden Gelb und kann ganze Felder in diese Farbe tauchen.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20564 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic016-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic016-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic016-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nLavatera arborea<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20569 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic017-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic017-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic017-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nEchium plantagineum<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20574 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic018-150x150.jpg\" alt=\"botanic018\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic018-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic018-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nChrysanthenum coronarium<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"FR\">Der Rosen-Lauch (Allium roseum) ist ein Beispiel f\u00fcr ein Liliengew\u00e4chs (Liliaceae) mit Zwiebeln, die als unterirdische N\u00e4hrstoffspeicher dienen und bei gro\u00dfer Hitze die obere Pflanze abwerfen und sich in den Boden zur\u00fcckziehen. <\/span><span lang=\"EN-US\">Die Zwiebel dient als Reserve und diese Liliengew\u00e4chse sind die ersten Fr\u00fchjahrsbl\u00fcher.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Die eibischbl\u00e4ttrige rosafarbene Winde (convolvulus althaeoides) hat behaarte Bl\u00e4tter und wuchert am Boden oder rankt in B\u00fcschen und Str\u00e4uchern.\u00a0<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20579 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic019-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic019-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic019-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nAllium roseum<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20584 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic020-150x150.jpg\" alt=\"botanic020\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic020-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic020-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nConvolvulus althaeoides<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">Die blaue oder violette Winde (Ipomoea purpurea) \u00fcberzieht gro\u00dfe Fl\u00e4chen. Sie ist eine Kletterpflanze mit auff\u00e4llig gro\u00dfen Bl\u00fcten, geeignet auch f\u00fcr Z\u00e4une in G\u00e4rten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Je weiter wir uns der K\u00fcstenzone n\u00e4hern, desto niedriger werden die Pflanzen und neigen sich in Windrichtung. Am farblich auff\u00e4lligsten ist der \u00fcppige Teppich der Mittagsblume (Carpobrotus acinaciformis). Sie geh\u00f6rt zur Familie der Eiskrautgew\u00e4chse (Aizoaceae) und erstrahlt f\u00fcr kurze Zeit in greller Farbenpracht, wie es viele wasserspeichernde Pflanzen (Sukkulenten) tun. Sie bl\u00fchen rosa, wei\u00dfgelblich oder wie hier karminrot bis pink. Sie bilden dichte gro\u00dffl\u00e4chige Teppiche, deren fleischige kantige Bl\u00e4tter untereinander und am Boden verbunden sind. Die stark wuchernde Pflanze ist ein echter Sonnenanbeter, die Bl\u00fcten schlie\u00dfen sich, wenn diese fehlt. Au\u00dfer dass sie eine echte Zierde ist, dient sie auch zur Befestigung von B\u00f6schungen. Ihre eigentliche Heimat ist S\u00fcdafrika.\u00a0<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20589 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic021-150x150.jpg\" alt=\"botanic021\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic021-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic021-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nCarpobrotus acinaciformi<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20594 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic022-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic022-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic022-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nCarpobrotus acinaciformi<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">\u00dcberall in der K\u00fcstenregion findet man die Behaarte Spatzenzunge (Thymelaea hirsuta), ein Busch mit h\u00e4ngenden Zweigen. Die kleinen Bl\u00e4ttchen des Strauches sind schuppenf\u00f6rmig angeordnet. Die Tanger-Reichardie (Reichardia tingitana) ist sehr anspruchslos und w\u00e4chst auf Sand und Felsen in K\u00fcstenn\u00e4he, die gelbe Bl\u00fcte mit dem violetten Innenring leuchtet wie eine kleine Sonnenblume und ist auch in mediterranen G\u00e4rten beliebt.<\/span><\/p>\n<table style=\"border: 0; line-height: 1;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20599 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic023-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic023-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic023-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nThymelaea hirsuta<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20604 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic024-150x150.jpg\" alt=\"DCF 1.0\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic024-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/botanic024-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\nTanger-Reichardie<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span lang=\"EN-US\">Dies ist nur eine kleine Auswahl der vielen wild wachsenden mediterranen Pflanzenarten, die oft sehr unscheinbar aussehen bevor sie durch Regen und Sonne ihre Sch\u00f6nheit und Farbenpracht zeigen. Eine Entdeckungsreise, die reich belohnt wird in Wanderungen durch die Berge und Naturparks des Empord\u00e0.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fr\u00fchling verwandelt sich die karge, scheinbar unfruchtbare Landschaft des Empord\u00e0 f\u00fcr kurze Zeit in ein Meer von Bl\u00fcten und D\u00fcften. Auf dem d\u00fcnnen n\u00e4hrstoffarmen Kalkfelsboden gedeiht eine Vielfalt unverw\u00fcstlicher Pflanzen, die wahre \u00dcberlebensk\u00fcnste entwickelt haben, um sich der D\u00fcrre des Sommers, dem oft extremen Wind und dem steinigen Boden anzupassen. 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