{"id":20389,"date":"2015-03-09T13:09:56","date_gmt":"2015-03-09T12:09:56","guid":{"rendered":"https:\/\/cbrava.com\/?page_id=20389"},"modified":"2015-03-09T13:09:56","modified_gmt":"2015-03-09T12:09:56","slug":"die-konsequenzen-der-waldbrande","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cbrava.com\/de\/magazine\/die-konsequenzen-der-waldbrande\/","title":{"rendered":"Die Konsequenzen der Waldbr\u00e4nde"},"content":{"rendered":"<p><!--:es--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-20380 size-medium\" src=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/foc-300x197.jpg\" alt=\"foc\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/foc-300x197.jpg 300w, https:\/\/cbrava.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/foc.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Trotz aufwendiger Technik, besserem Material und mehr Personal zur Brandbek\u00e4mpfung hat sich die Situation selbst kaum ge\u00e4ndert. Jeden Sommer brennt es irgendwo, und manches Mal sind die Br\u00e4nde so spektakul\u00e4r, dass die internationalen Medien dar\u00fcber berichten.<\/p>\n<p>Waldbr\u00e4nde gibt es hier allerdings seit ewigen Zeiten. Die Vegetation leidet darunter, wird aber\u00a0 niemals vollkommen zerst\u00f6rt; sie regeneriert sich wieder in ungef\u00e4hr zwei Jahren. Die einheimische Flora hat sich sozusagen an die Feuer gew\u00f6hnt und reagiert dementsprechend. Kiefern, Pinien und aromatische Pflanzen wie Thymian und Rosmarin, aber auch Heidekraut und B\u00fcsche gedeihen hier auf nat\u00fcrlichem Weg.\u00a0 All diese Pflanzen haben starke Wurzeln, wenige Bl\u00e4tter und zwei zus\u00e4tzliche \u00a0Gemeinsamkeiten: Sie regenerieren sich schnell und sind auch leider sehr brandgef\u00e4hrdet. Es w\u00e4re sicher besser andere B\u00e4ume zu pflanzen, zum Beispiel Korkeichen, Oliven oder Mandelb\u00e4ume, wie zu der Zeit als es noch mehr Landwirtschaft in unserem Gebiet gab. Die Bl\u00e4tter dieser B\u00e4ume sind saftiger und brennen nicht so leicht. Mehr feuerbest\u00e4ndige B\u00e4ume w\u00fcrden alle Waldbr\u00e4nde zwar nicht verhindern, w\u00fcrden aber ihre Anzahl\u00a0 und deren Ausbreitung reduzieren.\u00a0 Diese B\u00e4ume kosten zwar mehr als Pinien und Kiefern, und sie wachsen langsam. Deren Anpflanzung w\u00e4re aber eine Investition f\u00fcr die Zukunft und letzten Endes sicher billiger als hohe Ausgaben f\u00fcr die Brandbek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p>Die Gefahr ist nach einem Feuer nicht ganz gebannt.\u00a0 Der Boden ist ohne stabilisierende Pflanzen eher anf\u00e4llig, von Regenwasser, besonders auf steil abgeschr\u00e4gten Gebieten, weggesp\u00fclt zu werden. Gl\u00fccklicherweise sind Wurzeln aber imstande, das Erdreich sogar nach einem gro\u00dfen Feuer festzuhalten; selbst g\u00e4nzlich abgestorbene Wurzeln k\u00f6nnen immer noch etwas Erde befestigen. Aber der beste Schutz gegen Erdreicherosion ist eine gesunde Vegetation.\u00a0 In einem gewissen Sinn sind Waldbr\u00e4nde, allerdings nur in diesem Sinn, n\u00fctzlich f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Erde. Nach einem Feuer verarbeitet das Erdreich das verbrannte Holz in zahlreiche Mineralstoffe.<\/p>\n<p>Ein Feuer wirkt sich auch dramatisch auf das Leben der Tiere aus. Insekten sind besonders gef\u00e4hrdet; sie verlieren die Orientierung und verbrennen. Auch werden Eier, die in B\u00e4umen abgelegt wurden, zerst\u00f6rt. V\u00f6gel k\u00f6nnen sich retten und auch die meisten anderen Tiere haben eine Art Fr\u00fchwarnsystem und k\u00f6nnen sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie suchen dann nach einem anderen Lebensraum und kommen\u00a0 erst wieder zur\u00fcck, wenn sie wieder entsprechende Lebensumst\u00e4nde vorfinden. Dies dauert allerdings einige Jahre. Pinien brauchen ungef\u00e4hr 5 Jahre, um eine Gr\u00f6\u00dfe erreichen, die Schutz und Schatten f\u00fcr die Kreaturen spendet.\u00a0 Ein Feuer kann sich allerdings so rasch und \u00fcber so gro\u00dfe Gebiete ausbreiten, dass die Tiere eingekreist werden und verenden.<\/p>\n<p>B\u00e4ume schwitzen wie Mensche und f\u00fchren Feuchtigkeit an die Luft ab, wenn es hei\u00df ist. Fehlen diese B\u00e4ume nach einem Feuer, wird das Klima trockener und dies ist wiederum f\u00f6rderlich f\u00fcr neue Feuer. Die Waldbr\u00e4nde unserer Region sind allerdings \u00fcblicherweise punktuelle, lokale Ereignisse. Wenn zwei Bergr\u00fccken brennen, ver\u00e4ndert dies das Klima eines Gebietes nicht. So haben die Waldbr\u00e4nde unseres Gebietes kaum wahrnehmbaren Einfluss auf das Klima.<\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz aufwendiger Technik, besserem Material und mehr Personal zur Brandbek\u00e4mpfung hat sich die Situation selbst kaum ge\u00e4ndert. 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